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Geschichte des Posaunenchores Hochkirch


Am 21. Januar 1924 wird auf Initiative der sorbischen Sängervereinigung „Radosć“ der Posaunenchor der Ev.-Luth. Kirchgemeinde Hochkirch gegündet. Als Chorleiter wird Paul Strauch aus Hochkirch, als Vertrauensmann Kurt Lehmann aus Kuppritz und als Prorektor Pfarrer Gustav Mürbe aus Hochkirch gewählt. Bereits zwei Tage nach der Gründungsversammlung kamen die Mitglieder des Chores zur ersten Übungsstunde zusammen - noch ohne Instrumente. Zuerst galt es, die Notenschrift zu erlernen. Nach sechs Wochen wurde die „Notensprache“ beherrscht.

 Für die Beschaffung von Instrumenten bewilligt die Kirchgemeinde im März 1924 600 Mark. Nach dem Pfingstfest treffen die ersten neun Instrumente ein, nach weiteren vier Wochen folgen noch einmal sechs. Nun konnte das Erlernen der Blasinstrumente beginnen. Bereits am 02. September 1924 tritt der Bläserchor zum Erntedankfest erstmals auf.

Zu Ostern 1925 erklangen die ersten Ostermelodien des Chores vom Kirchturm geblasen. Der Chor etabliert sich beim kirchenmusikalischen Mitausgestalten der Gottesdienste unserer Kirchgemeinde, wirkt aber auch bei vielen Veranstaltungen der örtlichen Vereine und bei regionalen Chortreffen mit. Bei Beerdigungen übernimmt der Posaunenchor auch die musikalische Begleitung beim Abholen des Verstorbenen von zu Hause und beim Geleit zum Bestattungsgottesdienst in der Kirche. Bis Anfang der 1960er Jahre konnte diese Tradition beibehalten werden.

Der Ausbruch des 2. Weltkrieges und die damit verbundene Einberufung der Männer brachte die Arbeit des Chores weitestgehend zum Erliegen. Nach dem Ende des Krieges kehren die Bläser nach und nach zurück nach Hochkirch - ein gefallener Bläser ist zu beklagen. Langsam wird der regelmäßige Übungsbetrieb wieder aufgenommen. 

Anfang der 1950er Jahre erfährt der Posaunenchor einen großen Zuwachs. Besonders aus den Familien der bisherigen Bläser können junge Männer für die musikalische Tätigkeit im Chor gewonnen werden.

Anfang der 1960er Jahre kann der Posaunenchor wieder eine größere Anzahl neuer Bläser und Bläserinnen gewinnen. Demgegenüber verlassen in der folgenden Zeit einige Bläser aus beruflichen oder persönlichen Gründen den Chor.

Die eigene Nachwuchsarbeit wird groß geschrieben und so kamen immer wieder neue Bläser den Chor zu verstärken. Auch die Teilnahme an Höhepunkten auch überregionaler Veranstaltungen gaben neue Impulse. So war 1987 die Teilnahme am 50. Landesposaunenfest der Posaunenmission in Leipzig ein solches Ereignis, das vielen Teilnehmern noch lange in Erinnerung blieb. Zwischen 1990 und 1995 bestand auch eine Partnerschaft zum Posaunenchor in Eime (Niedersachsen). 

1993 nahmen auch einige Jungbläser am Deutschen Evangelischen Kirchentag in München teil.

In Vorbereitung des Projektes für die Hochkircher Kirche neue Bronzeglocken gießen zu lassen, war der Posaunenchor durch Benefiezkonzerte aktiv, er begleitete die Stationen bei der Sternenfahrt der neugegossenen Glocken und die Glockenweihe 2010 - für viele der derzeitigen Bläser wohl einer der bewegendsten Aufgaben, die der Chor mitgetragen hat.

2014 konnte der Posaunenchor nun auf 90 Jahre zurückblicken; mit einem festlichen Bläsergottesdienst wurde dieses Ereignis würdig begangen.