Predigten





Predigten

Gnade sei mit euch und Friede von dem der da ist und der da war und der da kommt!
Liebe Gemeinde – liebe Schwestern, liebe Brüder!
Der Herr ist auferstanden! – Er ist wahrhaftig auferstanden! Die Osterfreude erschallt seit bald 2000 Jahren immer wieder neu in diese Welt. Zahlreiche Bräuche haben wir mit dem Osterfest verbunden. Ostereier, Ostersingen, Osternacht, Osterreiter, Osterkerzen … Osterchoräle, der festliche Ostergottesdienst.

Doch nun scheint alles anders. „Ostern fällt wohl dieses Jahr aus?!“ So, oder so ähnlich höre ich es dieser Tage immer wieder. Trauer, auch Ohnmacht und Wut klingt da hindurch. Zu Hause bleiben, Einschnitte der Freiheitsrechte, eine Beschneidung der Religionsfreiheit … Ostern ist wohl dieses Jahr gestorben.

Und als der Sabbat vergangen war, kauften Maria Magdalena und Maria, die Mutter des Jakobus, und Salome wohlriechende Öle, um hinzugehen und ihn zu salben. Und sie kamen zum Grab am ersten Tag der Woche, sehr früh, als die Sonne aufging. Und sie sprachen untereinander: Wer wälzt uns den Stein von des Grabes Tür?

Beinahe klingt in diesen Worten vom Beginn des Osterevangeliums unsere eigene Situation an. Die Frauen sind unterwegs zum Grab, um wenigstens noch etwas zu tun. Trauer, Verzweiflung, Ohnmacht und Wut waren ihre Begleiter. Alle Hoffnung war dahin, die Oberen hatten Jesus nicht nur mit einer Ausgangsbeschränkung belegt, sie hatten Jesus nicht nur einige der grundlegenden Freiheiten genommen, sie hatten ihn den Schandtod am Kreuz sterben lassen. Jesus war wohl nun ein für alle Mal gestorben. So hatten die Frauen nur noch im Blick, was ihnen die Tradition als Halt versprach: die Salbung des Toten. Doch auch das sollte ihnen verwehrt sein?

Hatten wir heute auch nicht gehofft, wenigstens Ostern Gottesdienst in den Kirchen feiern zu dürfen? Gerade in dieser schweren Zeit sollte die Gemeinschaft der Christen uns Halt geben. Jahrhunderte hat uns das Hoffnung gegeben. Doch das ist uns diesmal verwehrt!
Doch fällt deswegen Ostern wirklich aus? Christi Auferstehung ist doch bereits Wirklichkeit, sie hängt nicht von unseren Traditionen ab.

Und sie [die Frauen] sahen hin und wurden gewahr, dass der Stein weggewälzt war; denn er war sehr groß. Und sie gingen hinein in das Grab und sahen einen Jüngling zur rechten Hand sitzen, der hatte ein langes weißes Gewand an, und sie entsetzten sich. Er aber sprach zu ihnen: Entsetzt euch nicht! Ihr sucht Jesus von Nazareth, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden, er ist nicht hier. Siehe da die Stätte, wo sie ihn hinlegten.

Fast ungläubig nehmen die Frauen am Grab war, das die größte momentane Sorge – der Stein – ihnen genommen ist. Doch gleich gibt es den nächsten Schock, Jesus ist weg. Entsetzen erfasst
sie. Ostern ist nicht nur das Freudenfest, das wir gern feiern – Ostern ist Gottes wunderbare Botschaft selbst inmitten der größten Katastrophen. (Auch Menschen anderer Zeiten erlebten die Osterbotschaft in dunklen Momenten, wie die Erzählung des texanischen Farmers im Anhang weiß.) Wir erleben in diesen Tagen eine Situation, die wir uns nicht haben träumen lassen, die manchem zum Albtraum wurde. Doch gerade hier erklingt die Botschaft der Auferstehung, dass Gott uns in Christus Hoffnung über die Katastrophe hinaus, ja aus ihr heraus gibt. Darum fällt Ostern gerade auch in diesem Jahr nicht aus, sondern spricht ganz besonders zu uns.

Geht aber hin und sagt seinen Jüngern und Petrus, dass er vor euch hingeht nach Galiläa; da werdet ihr ihn sehen, wie er euch gesagt hat. Und sie gingen hinaus und flohen von dem Grab; denn Zittern und Entsetzen hatte sie ergriffen. Und sie sagten niemand etwas; denn sie fürchteten sich.

Die Frauen damals waren zu Ostern noch nicht von der durchdringenden Osterfreude erfüllt. Sie brauchten Zeit, bis das Entsetzen und Zittern von ihnen fällt und sie das Unglaubliche begreifen können. Und wir? Brauchen auch wir Zeit, um die Osterbotschaft – nun gelöst von manchen wunderbaren Traditionen – zu begreifen? Ich glaube, hilf meinem Unglauben! Die Worte der Jahreslosung werden zu Ostern wieder neu auch zu unseren Worten.

Ostern fällt – Gott sei Dank – nicht aus. Christus ist bereits für uns gestorben und auferstanden. Darum können und dürfen wir jedes Jahr, in jeder Situation in den Ruf der Osternacht einstimmen: Der Herr ist auferstanden! – Er ist wahrhaftig auferstanden!

Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus.

Website Baukasten eignet sich ausgezeichnet für alle nicht technisch begabten, die sich nicht in die Webentwicklung einarbeiten wollen oder können oder aber auch für Designer, die visuell, ohne Code verändern zu müssen, arbeiten wollen. Es eignet sich aber auch für alle professionellen Coder, die schnell Prototypen oder kleine Projekte basteln wollen.

Die Hauptunterschiede zu herkömmlichen Tools:
* Minimalistisch, extrem einfach zu gebrauchendes Interface
* Mobile-freundlichkeit mit neuester Webseitentechnik und Webframes "out of the box"
* Kostenlos für kommerziellen und nicht kommerziellen Gebrauch

Ostern