Glocken in Hochkirch

Seit jeher rufen Glocken der Hochkircher Kirche zu Gebet und Gottesdienst. Sie künden von vom Wort Gottes, dem Ruf zum Frieden, der Einladung zu Christus und der Versicherung von Gottes Begleitung.

Geläut von 1832

Hochkircher Glockenkunde (aus dem Jahr 1931)

Hochkirch hatte 1919 bis 1930 3 Stahlglocken, von Schilling und Lattermann in Apolda 1919 gegossen, 1560, 950, 450 kg. schwer, Töne e, g, h. Die große Glocke zeigte ein Kreuz und den Spruch: "Einer ist euer Meister, Christus." Das Kreuzzeichen trugen auch die anderen Glocken, die mittlere aber den Spruch: "Friede sei mit euch" und die kleine Glocke das Schriftwort: "Kommt, denn es ist alles bereit."

1832 war das vorangegangene Geläut in Bronze von Gruhl-Kleinwelka gegossen worden. Die Glocken waren reich verziert. Die große Glocke war 14,12 Zentner schwer, die mittlere 6,5 Zentner im Gewicht, während die kleine 4 Zentner wog. Dieses Geläut stand in F-Dur. Die Glocken nannten die Namen des damaligen Kollators (Domstift zu Bautzen), des Pfarrers, Kantors und der Kirchväter. Sie hatten folgende Inschriften in Versen:

Große Glocke:

Zur Andacht in des Tempels Räumen
Versammle du der Christen Schar;
Erwecke, die in Weltlust träumen,
Doch sei dein Zuruf nie Gefahr;
Und wie der Klang im Ohr vergeht,
So lehre, daß nichts Ird'sches besteht.

Mittlere Glocke:

Halte dies beim festen Glauben,
Eine feste Burg ist unser Gott.
Mit neuer Kraft und Harmonie
Hebt in der Schwestern Chor
Mein Ton die Herzen gleich wie sie
Zum Herrn der Welt empor.

Kleine Glocke:

Des Herrn Gemeind', ich soll dich rufen
Zum heil'gen Mahl ins Gotteshaus
Komm gläubig zu des Altars Stufen,
Hier strömt die Segensquelle aus.

mittlere Glocke von 1832
Glocke 1930

Die mittlere und kleine dieser Glocken wurden Juli 1917 (Anmerkung: wegen des ersten Weltkrieges) abgenommen, die große später gegen die Stahlglocken 1919 mit in Zahlung gegeben.

Die Kirche von Hochkirch hatte einst aus vorreformatorischer Zeit drei alte Glocken. Die große Glocke hatte in Mönchsschrift folgende Inschrift: adesto mellonia mellita Anna impetra nobis coeli manna anno dom. XCVII (Steh uns zur Seite, du honigzuckersüße Anna und schaff uns himmlisches Manna. 1497)

Die mittlere Glocke hatte in gotischen Minuskeln die Inschrift: o rex glorie veni cum pace ave maria gratia plena dominus tecum Jesus Christus, criste dne (O König der Ehre, komm in Frieden. Gegrüßt seist du, Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit dir, Jesus Christus. Christus, du bist Herr.)

[Die dritte Glocke hatte keine Inschrift.]

Diese Glocke wurde 1812 umgegossen.

Da 1930 die große der Stahlglocken von 1919 gesprungen war, entschloss sich die Hochkircher Kirchgemeinde trotz schwerer Zeit zu einem vollkommen neuen Bronzegeläut. Binnen 14 Tagen waren reichlich 9000 RM gezeichnet. So wurden die Glocken bestellt bei Störmer in Erfurt. Töne C, Es, G. Gewichte 44, 24, 13 Zentner. Glockenschmuck: als Symbole: die große Glocke eine aufgeschlagene Bibel, die mittlere ein Kreuz, die kleine einen Kelch; als Inschriften: die große Glocke: O Land, Land, Land, höre des Herrn Wort (deutsch) und: Des Herrn Wort bleibet in Ewigkeit (wendisch), die mittlere Glocke: Aus der Erde Last und Leid ruf' ich euch zur Seligkeit (deutsch) und: Himmelan geht unsre Bahn (wendisch), die kleine Glocke: Kommt, denn es ist alles bereit (deutsch) und: Selig sind, die zum Abendmahl des Lammes berufen sind (wendisch). Die unversehrten Stahlglocken nahm der Glockengießer Störmer mit in Zahlung. Mag das klangschöne neue Geläut, das am 9. Dezember 1930 geweiht ward, nun manches Geschlecht zum Hause Gottes rufen!













Glockenweihe in Hochkirch 1930







Glocke 1961

Das Hochkircher Geläut in den Jahren 1961 bis 2010 bestand aus zwei Stahlgussglocken aus dem Jahre 1961 und einer Bronzeglocke aus dem Jahre 1930. Nachdem im Zweiten Weltkrieg 1941 zwei der Hochkircher Bronzeglocken für Kriegszwecke eingeschmolzen wurden, entschloss sich die Kirchgemeinde 1960 zur Anschaffung neuer Stahlgussglocken. In ihrer Gestaltung sind sie schlicht gehalten.

Die umlaufende Schrift der großen Eisenhartgussglocke (siehe Abbildung) lautet:

O LAND LAND LAND HÖRE DES HERRN WORT
KNJEZOWE SŁOWO WOSTANJE DO WĔČNOSČE (Des Herrn Wort bleibt in Ewigkeit)
1961

(die sorbische Aufschrift der großen Glocke weist ein falsches diakritisches Zeichen auf, korrekt muß das letzte Wort lauten: WĔČNOSĆE)

Die Aufschrift der mittleren Bronzeglocke aus dem Jahr 1930 lautet:

KOMMT DENN ES IST ALLES BEREIT
ZBÓŽNI SU, KOTŘIŽ SU K JEHNJEĆOWEJ WJEČERI POWOŁANI (Selig sind, die zum Abendmahl des Lammes berufen sind)

Die Aufschrift auf der kleinen Eisenhartgußglocke (siehe Abbildung) lautet:

AUS DER ERDE LAST UND LEID RUF ICH EUCH ZUR SELIGKEIT
K NJEBJESAM ĆĚR NAŠA DŹE (Zum Himmel führt unser Weg)
1961

Glocke 1961
Glocke 1930

Seit September 2010 ruft das Hochkircher Geläut durch 4 Glocken zu Gebet und Gottesdienst. Am 29. August 2010 wurden die neuen Glocken geweiht und erklingen nun zusammen mit ihrer erhaltengebliebenen Schwester aus dem Geläut von 1930 (siehe Abbildung). 



Geläut 2010







Wort Gottes Glocke

Wort Gottes Glocke

Guss: 2010
Firma: Eifler Glockengießerei (Mark-Maas)
Ton: e'
Gewicht: 1.180 kg
Text: O Land, Land, Land, höre des Herrn Wort -
Knjezowe słowo wostanje do wěčnosće

Abendmahlsglocke

Abendmahlsglocke

Guss: 1930
Firma: Glockengießerei Störmer (Erfurt)
Ton: g'
Gewicht: 650 kg
Text: Kommt denn es ist alles bereit - 
Zbóžni su, kotřiž su k jehnjećowej wječeri powpłani

Segensglocke

Segensglocke

Guss: 2010
Firma: Eifler Glockengießerei (Mark-Maas)
Ton: a'
Gewicht: 472 kg
Text: Verleih uns Frieden gnädiglich - 
Hnada budź z Wami a měr

Tauf- und Sterbeglocke

Guss: 2010
Firma: Eifler Glockengießerei (Mark-Maas)
Ton: h'
Gewicht: 337 kg
Text: Gott spricht: Ich bin
das A und das O -
Knjez praji: Dam wam
přichod a nadźiju



Der Weg zum neuen Geläut







  • Am 14. Juli 2005 berichtet der Sorbische Rundfunk (MDR 1): Die Kirchgemeinde Hochkirch will in nächster Zeit 80.000 Euro für zwei neue Glocken und Glockenstühle sammeln. Die beiden 34 – Jahre alten Stahlglocken sollen durch bronzene ersetzt werden, die stählernen Glockenstühle durch hölzerne. Die Dritte, aus dem Jahre 1930 stammende Glocke wird an ihrem Platz bleiben. Alle drei Kirchenglocken haben auch sorbische Aufschriften.
  • Im Dezember 2005 wird in alle Haushalte in Hochkirch ein Spendenaufruf verteilt:
    Das Hochkircher Glockengeläut hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. So mussten zum Beispiel im 2. Weltkrieg die kleine und große Bronzeglocke abgenommen und eingeschmolzen werden. 1960 ersetzte die Kirchgemeinde Hochkirch die fehlenden beiden Glocken durch Stahlglocken, deren Klang und Haltbarkeit von geringerer Qualität sind. Am Stahlglockenstuhl zeigen sich ernste Verschleißerscheinungen. Deshalb soll ein neuer Holzglockenstuhl eingebaut werden. In diesem Zusammenhang hat sich die Kirchgemeinde entschlossen, die zwei Stahlglocken durch neue Bronzeglocken zu ersetzen. Sobald die nötigen finanziellen Mittel (ca. 80.000 €) zur Verfügung stehen, soll das Projekt umgesetzt werden. Kirchenvorstand Hochkirch
  • Am Heiligen Abend 2005 erhält die Kirchgemeinde eine aus Holz gefertigte "Spendenglocke" zur Unterstützung des Glockenprojektes.
Spendenglocke
  • Im April 2006 wird der Spendenaufruf auch in der Evangelischen Sorbischen Monatszeitschrift "Pomhaj Bóh" abgedruckt:
  • Am Sonntag, dem 23. April 2006 gab der Posaunenchor unserer Gemeinde ein Konzert mit buntem Programm und Informationen zu den Hochkircher Glocken. Um eine Spende für die Glocken wurde gebeten: Dabei kamen 1145,60 € zusammen.
  • Die BUDISSA Getreidehandels- und Dienstleistungs GmbH feierte im Juni 2006 ihr 15jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass bat sie alle Gratulanten um eine Spende für das Hochkircher Glockenprojekt. Das Motto "Die Blumen verwelken, aber an dem Klang der Glocken können sich noch unsere Urenkel erfreuen." brachte eine Unterstützung von über 6000 € für unser großes Vorhaben. Herzlichen Dank.
  • Am Sonnabend, dem 22. Juli 2006 luden die Kantorei, der Posaunenchor, die Mundartgruppe Hochkirch und ein Flötentrio zu einer Sommermusik ein. Das bunte musikalische Programm bot vielen Menschen eine angenehme Unterhaltung und erbrachte einen Spendenerlös von 519,70 €.
  • Lauter Unikate ließ die Kirchgemeinde im Juli 2006 fertigen, als sie den Auftrag für die Anfertigung der tönernen "Hochkirch-Glocken" gab.
Tonglocken
  • Die Domowina-Ortsgruppe Hochkirch initiierte eine Spendensammlung zugunsten der neuen Glocken. Ihr besonderes Anliegen ist natürlich, dass auch die künftigen Bronzeglocken einen sorbischen Schriftzug tragen sollen. Im September 2006 konnte das Ergebnis dem Pfarrer überreicht werden. Mit 739 € haben die vielen einzelnen Spender unser Gesamtergebnis wieder deutlich erhöht.
  • Eine vom Autohaus Voigt in Löbau veranstaltete Tombola, die auch während des Hochkircher Dachenfestes 2006 durchgeführt wurde sollte die Anschaffung neuer Glocken in Hochkirch unterstützen. Der erzielte Betrag wurde noch einmal aufgestockt und so konnte im Dezember 2006 ein Betrag von 1000 € überreicht werden. Die Sächsisches Zeitung berichtete darüber am 16.12.2006.
  • Am 27. Juni 2007 fand eine Besichtigung der Glocken und des Glockenstuhles durch den Beauftragten der Landeskirche Sachsens gemeinsam mit dem Baupfleger des Bezirkskirchenamtes Bautzen statt. Dies ist die erste Voraussetzung, um das Projekt in die Tat umzusetzen. Am 20. Juli erfolgte dann eine Klanganalyse der vorhandenen Bronzeglocke, um eine Gesamtkonzeption des neuen Geläutes erstellen zu können - der Klang und die Töne der neuen Glocken müssen auf die bestehende Glocke angepasst werden. Als nächste Schritte sind dann die statische Prüfung und die Planung eines Glockenstuhles an der Tagesordnung.
  • Am 20. November 2007 erreichte uns der Bericht der Besichtigungen im Juni und Juli des Jahres. Neben der Bestandsaufnahme, die darin protokolliert wurde, gibt es Empfehlungen für das weitere Vorgehen. Einige Punkte aus der Bestandsaufnahme seien hier genannt:
    1. Durch Teilrostbildung sind Profilabstände teilweise von 10 mm auf 25 mm - das heißt um 250% - vergrößert.
    2. Der korrodierte Stahlglockenstuhl ist auf bereits defekten Dielenbrettern aufgelagert.
    3. Die Anschlagstellen der Klöppel an der großen und der kleinen Glocke sind sehr porös.
    4. Die Anschläge der einzelnen Glocken pro Minute: Große Glocke: 47 / Mittlere Glocke: 60 / Kleine Glocke: 54 - Die Intonation ist unzureichend, da die mittlere Glocke mehr Klöppelanschläge als die kleinste Glocke hat. 
    Folgende Arbeiten werden nötig:
    1. Planung des Tragwerkes/ des Glockenstuhls. 
    2. Schwingungsuntersuchung. 
    3. Instandsetzung der Unterkonstruktion/Dielung. 
    4. Errichtung eines Eichenholzglockenstuhls für 3 Glocken.
    5. Drei neue Geläute unter Beibehaltung der vorhandenen Bronzeglocke werden vorgeschlagen: e-Moll (e'+g'+h'), Te deum Motiv (g'+b'+c'') oder g-Moll (g'+b'+d'') 
    5. Beschaffung neuer gerader Eichenholzjoche und neuer Klöppel. 
    6. Anfertigung neuer Schalltore.
  • Am 08. Dezember 2007 konnte die von Herrn Ernst Kroschk gespendete Eiche, die zuvor gefällt wurde, mit der Hilfe eines mobilen Sägewerkes und tatkräftiger Helfer zu Balken und Brettern verarbeitet und anschließend zum Trocknen nach Hochkirch gebracht werden. Hier lagern die neuen Hölzer gemeinsam mit dem von Herrn Hartwig Katzer gespendeten Balken.
Mobiles Sägewerk
Eichenspende
  • Im Januar und Februar 2008 wurden die ersten Angebote für die Objekt- und Tragwerksplanung eingeholt, weiterhin liegt ein Angebot über die Prüfung der vorhandenen Balken unter der Glockenebene auf Schädlinge vor. So können mit Eingang der Baugenehmigung die ersten Aufträge vergeben werden.
  • Am 29. März 2008 trafen sich wieder viele Freiwillige zum Einsatz im Wald. Für das Glockenprojekt wurden zwei weitere Eichen gespendet - von Frau Hennersdorf und Herrn Zimmermann. Nachdem die Bäume gefällt waren, galt es nun Äste zu stapeln und wieder Ordnung zu schaffen.
  • Das Ingenieurbüro Nieke aus Dresden hat am 14. Mai 2008 die Balken unterhalb der Glockenstube auf evtl. Schäden untersucht. Dies ist notwendig, um die Tragfähigkeit für den neuen Glockenstuhl - der ja auf den Blaken stehen wird - zu gewähleisten.
  • Unsere Partnergemeinde in Celle-Vorwerk besuchte uns vom 16.-18. Mai 2008. Während dieses Besuchs grüßten sie uns mit den Inschriften ihrer beiden Glocken: "Uns, Herr, wirst du Frieden schaffen." und "Siehe, ich bin bei euch alle Tage." Mit einer Spende unterstützen sie unser Vorhaben ebenfalls.
  • Der Glockensachverständige der Landeskirche Herr Kantor Rißler hat Ende Juni 2008 gemeinsam mit dem Glockenbeauftragten des Regionalkirchenamtes Dresden Herrn Hesse ein vierstimmiges Geläut vorgeschlagen. Unter Vorbehalt der Ergebnisse der Schwingungsuntersuchung schlägt er ein sogenanntes Normalquartett mit den Tönen e' + g' (vorhandene Bronzeglocke) + a' + h'.
  • Ende August 2008 sind 1000 Postkarten fertiggestellt worden, die auf das Vorhaben der neuen Kirchenglocken hinweisen. Für 1 € können diese Karten erworben werden. Wenn die Karten dann auch noch mit freundlichen Grüßen verschickt werden, erfahren noch mehr Menschen von dieser Aktion und der Möglichkeit, diese zu unterstützen.
  • Im September 2008 war es endlich soweit, die noch nicht gesägten, für das Glockenprojekt gespendeten Eichen wurden in Balken und Bretter gesägt, nach Hochkirch transportiert und zur Trocknung gestapelt.
  • Am 19. September 2008 untersuchte das Ingenieurbüro Beirow & Partner aus Peitz den Kirchturm auf dessen Schwingungsverhalten. Im Anschluss werden die bereits vorgeschlagenen Geläute mit den Ergebnissen der Untersuchung in Beziehung gesetzt.
  • Am 09. Oktober 2008 konnte an der Kirchhofsmauer eine Informationstafel zum Glockenprojekt angebracht werden. Sie gibt Auskunft über das Vorhaben der Gemeinde, über den Spendenstand und über die Entstehung eine neuen Glocke.
Spendentafel
  • Im Dezember 2008 wurde an alle Haushalte ein neues Informationsblatt zu unserem Glockenvorhaben verteilt, auch die Firmen der Region wurden über den Stand des Projektes in einem Schreiben informiert.
  • Die Ergebnisse der Schwingungsuntersuchung sind zum Jahreswechsel zugegangen und geben keinem der vier vorgeschlagenen Geläutvarianten den Vorzug, bei jeder Variante weisen die Auswertungen der Berechnungen auf geringfügige Probleme hin. Nun haben wir Rücksprache mit den "Beauftragten für Geläute und Turmuhren" beim Regionalkirchenamt in Dresden gehalten. Eine evtl. geringe Massenveränderung der Einzelglocken soll kurzfristig geprüft werden, so dass ein richtiger Kostenvoranschlag und die Beantragung einer Baugenehmigung noch in diesem Frühjahr erfolgen könnte.
  • Am 24. Januar 2009 berichtet die Sächsische Zeitung mit dem Artikel "Neuer Schwung für Glocken-Aktion in Hochkirch" über den Stand des Projektes. Ausgehend von der Beschreibung der Probleme mit dem Glockenstuhl, schildert der Artikel die unterschiedlichen Aktionen und weist schließlich auf die entsprechend der Kostenschätzung noch ausstehenden 15.000 € hin.
  • Zum Beginn des Jahres 2009 wurde ein neuer Geläutvorschlag des Glockensachverständigen mit 4 Glocken und den Tönen e-g-a-h und veränderten Gewichten (1122 - 650 - 459 - 359 kg) anhand des Schwingungsgutachtens bewertet. Bezüglich dieses Vorschlages liegen keine Bedenken vor. Nun kann über das Geläut entschieden werden.
  • Der Kirchenvorstand hat am 05. März 2009 mehrheitlich beschlossen, ein Geläut mit 4 Glocken planen und anfertigen zu lassen. Nun wird die konkrete Kostenplanung angefertigt. Zudem werden die Themen der neuen Glocken und deren Gestaltung überlegt.
  • Die Monatsschrift der evangelischen Sorben "Pomhaj Bóh" berichtet in ihrer Märzausgabe 2009 wiederum über das Hochkircher Glockenprojekt.
  • Für die Präsentation des Glockenprojektes bei verschiedenen Veranstaltungen wurde ein Banner hergestellt. Ob bei ProChrist 2009 in Bautzen, bei geplanten Benefizkonzerten oder anderen Gelegenheiten wird es für das Vorhaben werbend künden.
  • Die künftigen Aufschriften der Glocken wurden mit vielen Interessierten diskutiert. Am 02. Juli 2009 wurden sie endgültig beschlossen.
  • Die Planung des Glockenstuhles wurde in Auftrag gegeben. So konnte nun auch eine konkrete Kostenplanung anstelle der anfänglichen Kostenschätzung treten. Für das gesamte Projekt werden 113.245 € angesetzt. Davon entfallen auf das Geläut, den Aus- und Einbau der Glocken und die Läutetechnik 62.118 €, auf den Glockenstuhl und begleitende Arbeiten (inkl. Planung) 51.127 €.
  • Mit Vorlage der Kostenplanung konnte der kirchliche Bauantrag mit dem Finanzierungsplan gestellt werden. Dieser wurde ebenfalls am 02. Juli 2009 beschlossen.
  • Am 25. Juli 2009 berichtet die Sächsische Zeitung mit dem Artikel "Hochkircher sammeln für neue Glocken" erneut über den Stand des Projektes. Neben den nun veranschlagten Kosten werden auch einzelne Details der Planung genannt (Glockenguss, Glockenstuhl, Schalltore). Auch auf die Bemühungen um Fördermittel wird verwiesen. Besonders hervorgehoben werden die Widmungen von Geburtstagsgeschenken zugunsten der neuen Glocken. Außerdem sind auch die deutschen Inschriften der neuen Glocken genannt.
  • Die Monatsschrift der evangelischen Sorben "Pomhaj Bóh" berichtet in ihrer Augustausgabe 2009 wiederum über das Hochkircher Glockenprojekt, dabei wird auch auf die zweisprachige Beschriftung der Glocken hingewiesen.
  • Am 09. August 2009 gab die verstärkte Hochkircher Kantorei ihr Sommerkonzert unter dem Leitvers "Geh aus mein Herz und suche Freud". Chor-, Flöten- und Orgelmusik gaben Musik in die Herzen der Hörer und sichtbare Freude in die Augen aller Beteiligten. Der Glockenausschuss informierte im Konzert über den derzeitigen Sachstand des Projektes. 464,90 € konnten mit der gesammelten Kollekte das Vorhaben unterstützen.
  • Am 27. August 2009 wird die kirchliche Baugenehmigung für das Glockenprojekt erteilt. Nun werden die ersten Aufträge ausgelöst und der Weg der praktischen Umsetzung kann beginnen.
    Nun ist auch ein Zeitplan für die Umsetzung des Glockenprojektes aufgestellt worden. Mit guter Unterstützung und Gottes Segen wollen wir folgende Schritte erreicht haben: 
    Projektierung Glockenstuhl: Ende 10/2009
    Sichtung Glockenfirmen / Zimmereien: Anfang 11/2009 
    Auftragsvergabe: Anfang 12/2009 
    Glockenguss: I. oder II. Quartal 2010 
    Ausläuten des alten Geläutes: 25.04.2010 
    Beginn der Abbrucharbeiten: ab 26.04.2010 
    Glockenweihe: 23.05.2010 
    Einläuten des neuen Geläutes: 27.06.2010
  • Am 01. Oktober 2009 wurde das Projekt im Gemeinderat der politischen Gemeinde Hochkirch vorgestellt. Ausgehend von der Glockengeschichte über der Entstehung des Vorhabens, die verschiedenen Spenden- und Planungsetappen bis hin zum derzeitigen Stand und dem Plan der weiteren Abschnitte, konnte den Gemeinderäten und dem Bürgermeister ein guter Überblick gegeben werden.
  • Die ersten Entwürfe zur Glockenzier sind Ende Oktober 2009 eingegangen und werden nun diskutiert. Für jede Glocke wurden drei Vorschläge unterbreitet. Hier je ein Beispiel aus den Vorschlagssereien A, B und C für je eine neue Glocke:
Glockenzier A
Glockenzier B
Glockenzier C
  • Mit Eingang der Tragwerksplanung Ende Oktober 2009 sind die Voraussetzungen für die Ausschreibungen zum Bau des Glockenstuhles gegeben. Die Glocken sollen auf zwei übereinander gebauten Bockglockenstühlen, die durch einen Kasten verstärkt sind, aufgehängt werden. Das Ingenieurbüro Arnold in Dresden hat die Planungsarbeit vorgenommen und wird uns auch während der Bauarbeiten weiterhin begleiten.
  • Am 16. November 2009 gab es ein Treffen der ausführenden Baufirma, dem Glockenausschuss und dem Pfarrer am ehemaligen Toilettenhäuschen auf dem Kirchhof. Dieses soll als Glockenhäuschen umgebaut werden und der Aufbewahrung der beiden Eisenhartgussglocken dienen. Dabei wurden neben Abstimmungen und Gestaltungseinzelheiten auch Termine besprochen. In den kommenden Wochen sollen die Arbeiten hier beginnen.
  • Am 21. November 2009 erreichte uns die Nachricht, dass die Sparkassenstiftung im Landkreis Bautzen unser Projekt mit 5.000 € unterstützt. Damit sind wir einen großen Schritt weiter auf der Finanzierung des großen Vorhabens, damit im Sommer 2010 das neue Geläut in Hochkirch erklingen kann.
  • In einem Artikel der Sächsischen Zeitung vom 03. Dezember 2009 wird das Glockenprojekt der Kirchgemeinde Malschwitz vorgestellt. Dabei wird die Hochkircher Internetpräsentation als Vorbild für die eigenen Veröffentlichungen erwähnt.
  • Am 03. Dezember 2009 wurde nach wiederholter Diskussion im Glockenausschuss und im Kirchenvorstand die Gestaltung der neuen Glocken beschlossen. Je ein Symbol wird demnach als Flach- bzw. Schichtrelief ausgeführt werden.
Lutherrose
Strahlenkreuz
ChiRho + Alpha und Omega
Bibel mit Alpha und Omega
Siegelbild
  • Am 09. Dezember 2009 berichtet die Sächsische Zeitung erneut von den Bemühungen unserer Kirchgemeinde um ein neues Geläut. Dabei verweist der Artikel auf die Aktivitäten der letzten Wochen, den Plan der Umsetzung des Projektes und auch bereits auf die geplante Glockenweihe zu Pfingsten.
  • Am 21. Dezember 2009 erreichte uns die Nachricht, dass die Volksbank Bautzen unser Projekt mit 2.000 € unterstützt. Das ehrgeizige Ziel, die Umsetzung des gesamten Projektes bis Mitte 2010 zu erreichen, kommt damit wieder einen großen Schritt weiter.
  • Im Dezember 2009 und Januar 2010 wurden Kalender mit Motiven von Dorfkirchen in der Oberlausitz verkauft, ein Teil der Einnahmen wurde als Spende für das neue Geläut verwendet.
  • Am 07. Januar 2010 wurde entschieden, dass die neuen Glocken in der Eifeler Glockengießerei in Brockscheid gegossen werden sollen. Die Heidenauer Glockenläute- und Elektroanlagen GmbH wird das alte Geläut demontieren, die Läutetechnik aufarbeiten bzw. neu bereitstellen und den Einbau der Glocken vornehmen.
  • Die Glockengießerei teilt uns mit, dass uns ein Gusstermin Anfang bis Mitte Juni 2010 zugesichert werden kann. Damit lässt sich das sehr eng gesteckte Ziel einer Glockenweihe bereits zu Pfingsten 2010 nicht mehr aufrecht erhalten. Angedacht ist nun das Wochenende nach den Sommerferien (15.08.2010) und das Einläuten zum Erntedankgottesdienst (19.09.2010).
  • Am 21. Januar 2010 erfolgte die Angebotseröffnung für die Arbeiten am Glockenstuhl. 5 Firmen haben ein Angebot eingereicht. Diese werden nun durch das Planungsbüro geprüft und sollen für die Auftragsvergabe Anfang Februar vorbereitet werden.
  • In der Bautzener Ausgabe der Sächsischen Zeitung erscheint am 22. Januar 2010 erneut ein Beitrag über das Hochkircher Glockenprojekt. Ausgehend von der Spendenübergabe der Volksbank Bautzen wird auf die beauftragte Glockengießerei und die Glockengeläutfirma verwiesen. Auch die verschobenen Termine der Glockenweihe und des Einläutens der Glocken werden erläutert.
  • Am 04. Februar 2010 wurde entschieden, dass das Baugeschäft Andreas Müller aus Thalheim mit der Ausführung der Zimmererarbeiten für den Glockenstuhl und der Glockenstube beauftragt wird. Gleichzeitig wurde der Beginn der Demontagearbeiten auf den 31. Mai 2010 verschoben, da nun Glockenweihe und Einläuten ebenfalls erst im August bzw. September geplant sind.
  • In der Februarausgabe 2010 des Pomhaj Bóh wird über den Aktuellen Stand des Glockenprojektes informiert. Dabei wird darauf verwiesen, dass die Glocken in der selben Gießerei gefertigt werden, wie die erneuerte Glocke der Bautzener Michaeliskirche.
  • Am 28. Februar 2010 fand wieder ein Benefizkonzertgottesdienst mit dem Posaunenchor Hochkirch im Konzert- und Ballhaus zugunsten des Glockenprojektes statt. Mit viel Musik, Informationen zum Projektverlauf, einige andenkenswerte Geschichten zu Glocken und Gebeten wurde dies ein gelungener Nachmittag. Vertreter der Sparkassenstiftung im Landkreis Bautzen übergaben hier noch einmal symbolisch einen Scheck über 5.000 € für die neuen Glocken. Mit 1.273,77 € Spenden - die am Ausgang erbeten wurden - konnte dieses Konzert das Projekt weiter voranbringen.
  • Am 04. März 2010 veröffentlicht die Sächsische Zeitung einen kurzen Bericht über das Benefizkonzert des Posaunenchores und die Spendenübergabe durch die Sparkassenstiftung Bautzen.
  • Am 09. März 2010 fand die Bauanlaufberatung für die Bauarbeiten am Kirchturm in Hochkirch statt. Hierzu waren neben den beiden beauftragten Baufirmen auch das Planungsbüro, der Baupfleger des Regionalkirchenamtes auch Vertreter der betroffenen Mobilfunkfirmen anwesend. Der vorgestellte Bauablaufplan gibt die Grundlage für die folgenden neuen Termine: Letztes Läuten des alten Geläutes am Pfingstmontag 24. Mai 2010 - Glockenweihe am 29. August 2010 - Einläuten des neuen Geläutes zum Erntedankfest am 19. September 2010.
  • Für die Vorbereitung der Glockenweihe sollen die drei neuen Glocken am Freitag vor der Weihe in einzelne Orte unserer Gemeinde geschickt werden, damit sie dort geschmückt und am Sonntag von da aus in einer Sternfahrt nach Hochkirch gebracht werden können. Dabei können sich mehrere Orte zusammentun und "ihre" Glocke für das Fest in einer guten Gemeinschaft vorbereiten.
  • Die Gips- bzw. Kautschukmodelle der Glockenzier wurden fertiggestellt und am 26. März 2010 der Glockengießerei zur Vorbereitung des Gusses übersandt. Die plastischeren Symbole sind als Gipsmodelle ausgeführt und im Foto hier abgebildet:
Lutherrose
Strahlenkreuz
Bibel
  • Ende April 2010 wird das Glockenhäuschen neu gedeckt. Die alten Dachziegel waren nicht mehr verwendbar. Auch die bereits begonnene Umgestaltung des eigentlichen Raumes soll in den kommenden Wochen abgeschlossen werden. Anfang Juni werden die beiden dann außer Dienst gestellten Eisenhartgussglocken hier ihren Standort erhalten.
  • Am 07. Mai 2010 veröffentlicht die Sächsische Zeitung ein Bild von den Bauarbeiten am künftigen Glockenhäuschen.
  • Am 25. Mai 2010 wurde das Gerüst für die Bauarbeiten am Kirchturm aufgebaut. Die heiße Bauphase für die Umsetzung des Glockenprojektes hat damit begonnen.
  • Am 29. Mai 2010 berichtet die Sächsische Zeitung unter der Überschrift "Glockenwechsel in Hochkirch" kurz über das bevorstehende Ereignis der Glockenabnahme, das für den 04. Juni vorgesehen ist.
  • Auch in der Juniausgabe 2010 der sorbischen Monatszeitschrift Pomhaj Bóh wird auf das letztmalige Läuten des alten Geläutes und die Glockenabnahme verwiesen.
  • Am 04. Juni 2010 verließen die Glocken den Hochkircher Kirchturm. Bei bestem Wetter verfolgten zahlreiche Hochkircher - u.a. auch der Kindergarten, die Kinderkrippe und das Altenheim - die Präzisionsarbeit der Arbeiter. Radio Bautzen berichtete über die Glockenabnahme und auch in der Ausgabe der Serbske Nowiny vom 04. Juni 2010 wurde darüber berichtet.
Glockenabnahme
Glockenhub
Glockenhub Juni 2010
  • Am 29.06.2010 sind die vorbereitenden Zimmererarbeiten auf dem Kirchturm beendet. Zahlreiche Balken unter der Glockenstube mussten ausgewechselt werden, die Dielung der dieser Ebene wurde erneuert. Die Absturzsicherungen vor den Schallöffnungen sind erneuert worden und ein Schalldeckel über der Glockenstube wurde eingebaut.
  • In der Juliausgabe 2010 des Pomhaj Bóh wird über die Glockenabnahme berichtet.
  • Am 09. Juli 2010 fuhr früh 5:00 Uhr von Hochkirch aus ein Bus zum Glockenguss nach Brockscheid in der Eifel. 36 waren es, die sich dieses Erlebnis nicht nehmen lassen wollten. Nach 10 Stunden erreichten wir die Kreisstadt Daun (hier stammte der Feldmarschall Leopold von Daun her, der die Schlacht bei Hochkirch 1758 gewann), in der die Reisenden untergebracht waren. Am Sonnabend, dem 10. Juli 2010 erfolgte dann der Glockenguss in Brockscheid. Nach dem Gebet um Gottes Beistand für den Guss, ergoss sich die flüssige Bronze in die Gusskanäle zu den in der Erde festgemauerten Glockenformen. Insgesamt sieben Glocken wurden gegossen (3 für Hochkirch, 2 für Drebkau und 2 für eine thüringische Gemeinde). Nach etwa 10 Minuten war der Guss erfolgt. Gott gebe, dass er gelang. Mit Segensgebet und einem Gussschnaps wurde das Ereignis besiegelt. Am Sonntag kehrten alle Reisenden mit prägenden Eindrücken wieder in die Heimat zurück.
    Gebet zum Glockenguss:
    Allmächtiger und barmherziger Gott, mit den Worten der Inschriften der neuen Hochkircher Glocken wenden wir uns an dich und beten: 
    Gott spricht: Ich bin das A und das O – Herr du bist der Anfang und das Ende. Wir danken dir für die vielen Menschen, die es ermöglicht haben, dass nun drei neue Glocken für unsere Gemeinde gegossen werden können. Du hast sie von Anfang an begleitet und führst sie zu deinem Ziel. Erhalte sie auch weiterhin an deinem Wort. Knjezowe słowo wostanje do wěčnosće 
    Hnada budź z Wami a měr - Herr, lege deinen Segen auf uns. Sei bei allen Mitarbeitern der Glockengießerei und segne ihr Tun. Viele Menschen haben sich bewegen lassen, zu diesem Guss nach Brockscheid zu kommen. Lass diese Glocken immer wieder Menschen in deinem Namen zu Gebet und Gottesdienst zusammenrufen. O Land, Land, Land, höre des Herrn Wort 
    Verleih uns Frieden gnädiglich – Herr – durch den Klang dieser Glocken finden Menschen zusammen. Erfülle sie mit deinem Segen, damit deine gute Botschaft der Hoffnung und der Liebe in die Welt und die Herzen der Menschen getragen wird. Knjez praji: Dam wam přichod a nadźiju 
    Amen.
  • Vor der Werkhalle der Glockengießerei entdeckten wir zwei der sogenannten falschen Glocken für Hochkirch.
falsche Glocke
falsche Glocke
Glockenguss
Glockenguss
Glockenguss
  • Die Sächsische Zeitung berichtet am 13. Juli 2010 unter der Überschrift "Neue Glocken für die Kirche sind gegossen" über den erfolgten Glockenguss in Brockscheid, die erfolgten Arbeiten in der Glockenstube und die geplante Sternfahrt zur Glockenweihe.
  • Am 14. Juli 2010 wurden die beiden außer Dienst genommenen Eisenhartgussglocken in das Glockenhäuschen umgesetzt. Nachdem zahlreiche Varianten wegen der geringen Durchfahrtshöhe zum Kirchhof ausgeschlossen werden mussten, konnten die Glocken mit Hilfe eines Multicars bewegt und in Position gebracht werden. Die Sächsische Zeitung berichtet am 16. Juli über diese Aktion unter der Überschrift "Ausgediente Glocken nun am neuen Platz".
  • In der Augustausgabe 2010 des Pomhaj Bóh wird über Fahrt zum Glockenguss nach Brockscheid berichtet.
  • Der Glockenbeauftragte des Regionalkirchenamtes Dresden Herr Hesse und der Glockensachverständige der Landeskirche Herr Rißler fuhren am 11. August 2010 nach Brockscheid, um die Qualität der neugegossenen Glocken zu prüfen. Im Ergebnis konnte die klangliche Abnahme erfolgen. Die Glocken können also ihre Reise nach Hochkirch antreten.
  • Seit dem 19. August 2010 werben Plakate in den verschiedenen Orstschaften für das Erlebnis der Sternfahrt der neuen Glocken und den Glockenweihegottesdienst am Wochenende 28./29. August.
Sternfahrt Plakat
  • Am 23. August 2010 konnten die beiden Klöppel zu den Eisenhartgussglocken im neuen Glockenhäuschen ergänzt werden. Auf Eichenbrettern wurden sie an der Rückwand befestigt. Ebenfalls ist in den letzten Tagen ein Sickerschacht gegraben und gebaut worden, der nun auch neben der neu gebauten Wand zum Konzert- und Ballhaus für Ordnung sorgt.
  • In Vorbereitung für die Sternfahrt und die Glockenweihe sind unzählige Menschen in unserer Gemeinde auf den Beinen, organisieren, planen und gestalten. So wurden auch drei Spendenglocken für die Sterfahrt gebastelt oder auch Manschetten für das "Glockenweihebier" gedruckt und ausgeschnitten.
  • Am 26. August 2010 kamen die neuen Glocken zusammen mit der Glocke von 1930 in Hochkirch an. Auf die Fahrzeuge für die Glockenfahrt am Sonnabend verteilt, traten sie ihre kurze Weiterfahrt an, um würdig geschmückt zu werden.
  • Am 26. August 2010 wurden die alten Eisenhartgussglocken im Glockenhäuschen mit einem stahlgrauen Rostschutzanstrich versehen. So sind diese besser vor Korrosion geschütz und auch die Glockengestaltung ist besser zu erkennen.
  • Am 27. August 2010 wurden in den drei Ausgangsorten der Sternfahrt die Glocken und die Fahrzeuge für den Transport geschmückt. Es wurden Kränze gewunden, Blumengestecke vollendet und dabei auch wunderbare Gemeinschaft er- und gelebt. Die Sächsische Zeitung berichtet über die Vorbereitungen in Wuischke.
Schmücken der kleinen Glocke in Döhlen
  • Am 28. August 2010 traten die drei neuen Glocken eine Sternfahrt durch alle Orte unserer Kirchgemeinde an. In drei Touren waren die drei neuen Glocken unterwegs. Jeder Ort hatte sich für den Aufenthalt der Glocke etwas besonderes einfallen lassen: Andachten, ein eigens dafür komponiertes Lied, Aufsteigenlassen von Tauben, Rezitation von Schillers "Glocke", ein Kegelturnier, Baumpflanzen, und viele Aktionen mehr. Begeisternder Zuspruch führte Hunderte Besucher zu den Glocken. In Hochkirch wurden dann alle drei Glocken zusammen begrüßt. Auch hier waren zahlreiche Menschen auf den Beinen, um die Bronzeglocken willkommen zu heißen. Auch der MDR war dabei und berichtete in seiner Sendung Wuhladko über die Sternfahrt der Glocken.
  • Am 29. August 2010 feierte die Hochkircher Gemeinde einen Festgottesdienst und weihte die drei neuen Glocken. Auch das erste Anschlagen der Glocken gehörte dazu. Die Taufglocke schlug der 4-jährige Danny an (er wurde eine Woche zuvor getauft), die Segensglocke schlug Frau Riedesel an (sie wurde in der darauffolgenden Woche getraut), die Wort-Gottes-Glocke schlug Frau Grande an (sie ist die älteste Einwohnerin von Hochkirch). 900 Gottesdienstbesucher feierten mit. Anschließend wurde zu Kaffee und Kuchen und später zu Bratwurt und Bier geladen, parallel dazu war Gelegenheit die neuen Glocken in der Kirche zu besichtigen.
Glockenweihe
Glcokenweihe
Glockenweihe
  • Am 30. August 2010 wurden die Glocken aus der Kirche transportiert und durch einen Kran auf dem Turm gezogen. Auch der Glockenstuhl wurde - zerlegt in Einzelteile - emporgehoben.
  • In der sorbischen Tageszeitung Sebske Nowiny wurde am 30. August 2010 über das Glockenwochenende in Hochkirch unter der Überschrift "Bukečanske tři nowe zwony we wosadźe po puću byli" berichtet:
    Bukecy. Z poswjećenjom třoch nowych cyrkwinych zwonow dožiwichu Bukečenjo wčera historiski wokomik. Pjeć lět běchu za ponowjenje swojich zwonow dźěłali. Lětsa swjatki póndźelu běchu stare posledni raz zaklinčeli. Wjele ludźi je po tym wobkedźbowało, kak zwony z cyrkwineje wěže bjerjechu. Něhdźe 30 zajimcow bě pozdźišo pódla, jako su w Brockscheidźe nowe leli. Zawčerawšim běchu wone na tak mjenowanej hwězdnej jězbje we wsach wosady po puću. We Wuježku su srjedźny zwón ze serbsko-němskej nutrnosću na jězbu rozžohnowali. We wšitkich wsach bě to kaž mały swjedźeń z hudźbu, spěwanjom, grilowanjom a zhromadnym kofejom. Wšudźe wosadni za nowe zwony darowachu. Z cyłkownych kóštow 113.000 eurow su dotal 85.000 eurow z darami zapłaćili. Dalše 20.000 eurow je wosada ze swójskich srědkow přidała. Nětko trjebaja hišće 8.000 eurow.
    Sta ludźi su sobotu popołdnju do Bukec přišli, zo bychu wšitke tři zwony wobdźiwali. Farar Thomas Haenchen witaše zwony serbsce a němsce. Wulki zwón Božeho słowa z napisom „Knjezowe słowo wostanje do wěčnosće“ budźe kóždu njedźelu ke kemšam zwonić, mały křćenski a smjertny zwón z napisom „Knjez praji: Dam wam přichod a nadźiju“ ma ludźi rano do dnja wołać. Srjedźny měrowy a žohnowanski zwón z napisom „Hnada budź z wami a měr“ nima žanoho předchadnika. Hdyž wón zwoni, je to za měr ludźi w swójbach a wšitkich wsach, zwurazni farar Haenchen. 
    „Přijězd zwonow je nam wšitkim wulke wolóženje, přetož zašłe tydźenje njebě mjez nami žana hinaša tema“, zdźěli Bukečanski farar Serbskim Nowinam. Najwjetše stróžele dyrbjachu wustać, jako zwony wotpohladany zwuk stoprocentowsce njedocpěchu. Na to su mały zwón trochu wobdźěłali. „Nětko smy wšitcy wćipni, kak zwony hromadźe klinča“, praji Thomas Haenchen. K domchowance 19. septembra ma tak daloko być. (CK)
  • Für das Geläut mit vier Glocken musste auch die Läuteordnung der Kirchgemeinde erneuert werden. So wurde diese in Zusammenarbeit mit dem Glockenausschuss und dem Glockensachverständigen vom Kirchenvorstand im Juni beschlossen und nun auch durch das Regionalkirchenamt Dresden bestätigt.
  • Nachdem der Glockenstuhl aufgebaut, die Glocken aufgehängt und die Läutetechnik installiert und die neuen Schalltore eingebaut wurden, war es am 19. September 2010 dann endlich soweit - die neuen Glocken erklangen. Zum Erntedankgottesdienst wohnten viele Hochkircher und Gäste diesem Ereignis bei. Der Gottesdienst begann vor der Kirche und die einzelnen Glocken wurden geläutet bevor es unter vollem Geläut in die Kirche ging. Am Ende des Gottesdienstes wurde per Videoübertragung das Läuten auch in der Kirche sichtbar. 300 Lufballons stiegen dann vor der Kirche auf und trugen die Botschaft unserer Freude über das neue Geläut in die Weite. - Zwei Karten kehrte wieder zurück, die eine wurde in Jauernick bei Görlitz gefunden, die zweite in Jelina Gora.
  • Am 23. September 2010 wurde der Glockenstuhl durch das mit der Bauaufsicht beauftragte Ingenieurbüro angenommen. Die gute Ausführung der Arbeiten wurde dabei besonders hervorgehoben.
  • Ende September 2010 wurden die Verdunstungsschalen für das durch die Öffnungen der Schalltore durchdringende Wasser bzw. den Schnee installiert und auch die Elektrik der Glockenstube wurde saniert.
  • Die politische Gemeinde Hochkirch unterstützt Ende September 2010 das Glockenprojekt mit einem Investitionszuschuss von 5000 €. Damit ist die Finanzierung des Projektes abgesichert. Weitere Spenden werden zur Minderung des Eigenanteils der Kirchgemeinde bzw. zur Wartung und Erhaltung des Geläutes und des Glockenstuhles eingesetzt.
  • In der Oktoberausgabe 2010 des Pomhaj Bóh wird über die Sternfahrt der Glocken durch die Kirchgemeinde und die Weihe in Hochkirch ausführlich berichtet.
  • Am 05. Dezember 2010 tritt der Schubertchor aus Bautzen unter der Leitung von Danny Schmidt in der Hochkircher Kirche auf und bringt adventliche und weihnachtliche Musik zu Gehör. Der Erlös aus diesem Konzert kommt dem Glockenprojekt zu Gute.
  • Zum Verlauf des gesamten Projektes ist ein Fotobuch erstellt worden. Ebenso ist ein Fotoheft mit Bildern der Sternfahrt und der Glockenweihe erschienen.
  • Im Jahresrückblick der Sächsischen Zeitung am 28. Dezember 2010 findet auch die Weihe der Hochkircher Glocken eine besondere Erwähnung.
  • Am 18. Februar 2011 wurde der Stundenschlag installiert. Durch das zu große Gewicht der Hämmer konnte der Viertelstundenschlag noch nicht in Betrieb genommen werden. Auch ist der Lautstärke des Schlages noch nicht befriedigend. Es werden also noch Nacharbeiten erfolgen.
  • Ende März 2011 konnte der Stundenschlag vollständig in Betrieb genommen werden.
  • Die Sächsische Zeitung verweist in einem Artikel am 09. April 2011 auf das Fotoheft zur Sternfahrt und Glockenweihe sowie auf das Fotobuch übder das Hochkircher Glockenprojekt.
Einläuten
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Läuteordnung der Ev.-Luth. Kirchgemeinde Hochkirch

vom 01.06.2010 / 05.06.2018

§1 Das Geläut
Glocken dienen dem liturgischen Gebrauch. Ihr Geläut bildet einen Bestandteil des gottesdienstlichen
Lebens der christlichen Gemeinde. Die Glocken rufen zum Gottesdienst und zum Gebet. Da die Glocken für
ihren besonderen Dienst der Kirche vorgesehen sind, ist ihre Verwendung zu anderen Zwecken
ausgeschlossen. Bei allgemeinen Notständen können Glocken zusätzlich den Dienst übernehmen,
Menschen zu waren oder um Hilfe zu rufen. Auch in diesem Falle mahnen sie alle Christen zum Gebet.
Das Hochkircher Geläut verfügt über 4 Glocken mit folgenden Tönen und Themen, welche durch die
jeweiligen Aufschriften getragen werden:


Glocke

I

II

III

IV

Ton

e

g

a

h

Thema

Wort Gottes

Abendmahl

Segen / Frieden

Taufe / Sterben

Aufschriften

Kjezowe słowo wostanje do wěčnosće


O Land, Land, Land, höre des Herrn Wort

Zbóžni su, kotřiž su k Jehnjećowej wječeri powołani


Kommt, denn es ist alles bereit

Hnada budź z Wami a měr


Verleih uns Frieden gnädiglich

Knjez praji: Dam wam přichod a nadźiju


Gott spricht: Ich bin das A und das O


Die Glocken können durch ihre unterschiedliche Zusammenstellung klangliche und inhaltliche Varianten
verkünden. So sind folgende Geläutvarianten besonders hervorzuheben:

1. Plenum ( h+a+g+e)                         IV+III+II+I
2. Te Deum (e+g+a)                            I+II+III
3. Moll (h+g+e)                                     IV+II+I
4. adventlich / besinnlich (h+a+e)  IV+III+I
5. Pater noster (g+a+h)                      II+III+IV

§2 Ausnahmen vom Geläut
Vom Karfreitag 15:03 Uhr bis Ostersonntag 6:00 Uhr schweigen alle Glocken! Finden Gottesdienste um 7:00
Uhr oder noch früher statt, so entfällt das Vorläuten!

§3 Das Läuten

 ZeitDauerGlocke
GebetsläutenMorgengeläut Mo-Sa07:004 minIV
 Mittagsgeläut Mo-Sa12:004 minIII
 Abendgeläut Mo-Fr18:004 minII
 Abendgeläut Sa bzw. an orabenden eines christl. Feiertages18:005 min bzw. 7 minHauptgeläut des folgenden Sonn- bzw. Feiertages
Sonn- und kirchliche FeiertageVorläuten60 min vor GD5 minI
 Hauptläuten5 min vor GD5 minI+II+III (Te Deum)
 Taufläutenwährend einer Taufe IV
 Abendmahlsläutenwährend der Einsetzungsworte II
 Nach- bzw. Segensläutenam Ende des GD5 minII+III+IV (Pater noster)
1.-4. Advent + Heiliger AbendVorläuten60 min vor GD5 minI
 Hauptläuten5 min vor GD5 minIV+III+I (adventlich)
 Nachläutenam Ende des GD5 minIV+III+I (adventlich)
 Einläuten den Christfestes18:00 bzw. am Ende der Christvesper30 minIV+III+II+I (Plenum)
Weihnachts-/Oster-/PfingstfesttageVorläuten60 min vor GD5 minIII+I
 Hauptläuten7 min vor GD7 minIV+III+II+I (Plenum)
 Nachläutenam Ende des GD5 minIV+III+II+I (Plenum)
SilvesterVorläuten60 min vor GD5 minI
 Hauptläuten5 min vor GD5 minIV+III+I (besinnlich)
 Nachläutenam Ende des GD5 minIV+III+I (besinnlich)
Neujahr 00:0030 minIV+III+II+I (Plenum)
PassionszeitVorläuten60 min vor GD5 minI
 Hauptläuten5 min vor GD5 minIV+II+I (Moll)
 Nachläutenam Ende des GD5 minIV+II+I (Moll)
KarfreitagVorläuten60 min vor GD5 minII
 Hauptläuten5 min vor GD5 minI+II
 Nachläutenentfällt-------
 Sterbestunde15:003 minIV
OstersonntagOstermorgen06:0030 minIV+III+II+I (Plenum)
Sa vor PfingstenEinläuten des Pfingstfestes18:0030 minIV+III+II+I (Plenum)
BußtageVorläuten60 min vor GD5 minII
 Hauptläuten5 min vor GD5 minIV+II+I
 NachläutenEntfällt-----
Erntedankfest, Kirchweih, große GemeindefesteVorläuten60 min vor GD5 minII+I
 Hauptläuten7 min vor GD7 minIV+III+II+I (Plenum)
 Nachläutenam Ende des GD5 minI+II+III (Te Deum)
ReformationstagVorläuten60 min vor GD5 minIV+II
 Hauptläuten5 min vor GD5 minIV+III+II+I (Plenum)
 Nachläutenam Ende des GD5 minI+II+III (Te Deum)
EwigkeitssonntagVorläuten60 min vor GD5 minIV+II
 Hauptläuten5 min vor GD5 minIV+II+I (Moll)
 Nachläutenam Ende des GD5 minIV+II+I (Moll)
Gemeindenach­mittage / - abendeVorläuten60 min zuvor5 minIII
 Hauptläuten5 min zuvor5 minIV+III+I (besinnlich)
 Nachläutenam Ende5 minII+III+IV (Pater noster)
musikal. Veranst.Vorläuten60 min zuvor5 minII
 Hauptläuten5 min zuvor5 minDer Kirchenjahreszeit entspr.: I+II+III oder IV+II+I oder IV+III+I oder I+III+IV
BibelwochenabendeVorläutenentfällt-----
 Hauptläuten5 min zuvor5 minI
 Nachläutenentfällt-----
Kasualien    
GeburtGebetsläuten für Neugeborenean einem Werktag 19:00 Uhr nach Meldung der Geburt im Pfarramt5 minIV+III+I
TaufeHauptläuten5 min vor GD5 minIII+I
  während der Taufe IV
 Nachläutenam Ende des GD5 minIV+III
Trauung / Gottesdienst zur Eheschließung / EhejubiläumHauptläutenzum Einzug oder Beginn des GDca. 5 minI+II+III (Te Deum)
 Nachläutenam Ende des GD5 minII+III+IV (Pater noster)
BestattungAusläutenam nächsten Werktag (Mo-Fr) 10:00 Uhr nach der Meldung im Pfarramt9 minIV+III+I (Glocke IV läuft durch, in der zweiten + dritten und fünften + sechsten und achten + neunten Minute Glocken III+ I hinzuschalten, In der ersten, vierten und siebenten Minute Glocke IV allein) Glocken erst nach dem erklingen der vorherig zugeschalteten Glocke einschalten
 EinläutenBeginn der Feier in der Trauerhalle (nur wenn die Trauerhalle genutzt wird)3 minIV
  Weg zur Kirche bzw. Beginn der Feier in der Kircheca. 5 minIV+III+I (besinnlich)
  Weg zur Grabstätte im Anschluss an den Gottesdienstad lib. bis 10 minIV+III+I (besinnlich)
 Einläuten bei UrnenbeisetzungenWeg von der Kirche zur Grabstätteca. 5 minIV

Diese Läuteordnung tritt nach der Bestätigung durch das Regionalkirchenamt Dresden, frühestens jedoch
noch der Weihe der 2010 neu gegossenen Glocken in Kraft.
Hochkirch, den 01. Juli 2010 / 05.06.2018