2011

Jahresrückblick


Zahlen aus dem Jahr 2011

1270

Gemeindeglieder

646

Abendmahlsteilnehmer

43

Gottesdienstbesucher (ø)

98

Gottesdienste

9

Konfirmationen

15

Taufen

Für den 5. Januar hatten wir die ehrenamtlichen Helfer unserer Kirchgemeinde zu einem gemeinsamen Nachmittag eingeladen. Durch ihre tatkräftige und vielseitige Unterstützung konnte unser Gemeindeleben getragen werden. Der Nachmittag wurde zu einem intensiven Austausch der zahlreichen Ehrenamtlichen unserer Gemeinde.Vom 11. bis zum 16. Februar fand in Jonsdorf die traditionelle Familienrüstzeit statt, bei der diesmal 42 Eltern und Kinder sich dem Thema der Jahreslosung widmeten und lebendige Gemeinschaft erleben konnten.

Am 14. März wurde im Pfarrhaus die Erneuerung der Fenster weiter fortgesetzt. Nun konnte die Nordseite und zwei Fester der Westseite eingebaut werden. 

Mit den Konfirmanden der Klasse 8 konnten wir vom 31. März bis zum 03. April in Eibau eine Rüstzeit erleben. Gemeinsam mit den Konfirmanden aus Wilthen wurden die Tage zu einem echten Erlebnis. Thematisch beschäftigte uns das Abendmahl, aber auch ein Besuch im Trixi-Bad, eine Wanderung auf den Kottmar, gemeinsame Spiele (besonders beliebt war "Nacht in Palermo") oder der Gottesdienstbesuch in Walddorf gehörten zum Programm. 

Im April berichtet die sorbische Monatsschrift "Pomhaj Bóh" über den "Hochkircher Stammtisch" bei dem vierschiedene Themen im Bezug mit der sorbischen Sprache miteinander besprochen und eine gute Gemeinschaft gepflegt werden. 

Die Bibelwoche in diesem Jahr führte in der Woche vor Palmarum wieder Menschen zueinander - diesmal, um sich Themen des Epheserbriefes näher zu widmen. 

Mit einer große Kirchenputzaktion am 16. April konnte die Kirche für die Nutzung in der wärmeren Jahreszeit nach der Winterpause vorbereitet werden. Zwischendurch stärkte uns ein Frühstück, dass durch die Junge Gemeinde vorbereitet wurde. 

Am Dienstag vor Ostern, dem 19. April, konnten sich Kleine und Große im Verziehren von Ostereiern mit den verschiedenen Wachstechniken probieren, dabei entstanden sehr interessante und schöne Werke. 

Nach 1 ½ Jahren gemeinsamer Zeit der Vorbereitung wurden am Sonntag Jubilate, dem 15. Mai, neun junge Menschen in einem festlichen Gottesdienst zu ihrer Konfirmation gesegnet. 

Konfirmation
Die Junge Gemeinde beteiligte sich in diesem Jahr wieder an der 24-Stunden-Aktion. Diese Aktion ist eine Veranstaltung des Sächsischen Landesjugend e.V. bei der innerhalb von 48 Stunden Jugendgruppen auf freiwilliger Basis mit viel Spaß gleichzeitig in unterschiedlichen Dörfern Sachsens gemeinnützige Projekte eigenständig planen und umsetzen. Die JG ging mit der Gestaltung des Ehrenmales für die Opfer des 2. Weltkrieg ins Rennen.
Im Gottesdienst am Sonntag Kantate ("Singt" dem Herrn ein neues Lied), am 22. Mai, bereicherte ein Gastchor aus Rudolstadt in Thüringen die Kirchenmusik. Nach einem Probenwochenende in Bautzen war der Gottesdienst in Hochkirch der musikalische Abschluss. 
Zu Pfingsten waren wieder Ehepaare eingeladen, sich nach 10, 20, 30 oder 40 Jahren gemeinsamen Lebens in der Ehe den Segen Gottes individuell zusprechen zu lassen. 7 Paare wurde so im Gottesdienst am 12. Juni gesegnet. 
Am 19. Juni feierten wir mit den Jubelkonfirmanden gemeinsam einen Gottesdienst. Anschließend gab es Gelegenheit etwas aus dem Geschehen der letzen 50 Jahre in der Kirchgemeinde zu erfahren und auch den verschiedenen Lebensläufen der Jubilare zu lauschen. 
Am Nachmittag des 19. Juli lud das Sorbische Nationalensemble zu einem Chorkonzert anlässlich des 200. Geburtstages von Jan Kilian in die Hochkircher Kirche ein. Dabei erklangen Lieder, die der nach Texas ausgewanderte sorbische Pfarrer verfasste und bis heute das spirituelle Liedgut der sorbischen Gemeinden prägt. 
Die eingestürzte Trockenmauer zum Parkplatz an der Gemeindeverwaltung konnte Mitte August wieder neu gesetzt werden. Die großen Feldsteine wurden dabei an den Außenseiten der Mauer gesetzt, während der Mauerkern mit einer Mineralgemischfüllung versehen wurde. So kann die Mauer leichte Spannungen ausgleichen und ihre Haltbarkeit dadurch vergrößert. 
 Am 24. September fand in Hochkirch das Fest der sorbischen Poesie statt, das in diesem Jahr sich unter dem Titel "O Liebeswille du" dem Auswanderer, Pfarrer und Dichter Jan Kilian widmete. Autoren aus Bautzen, Leipzig, Berlin, Prag, Warschau und auch den USA lasen an diesem Abend Werke, die von Orgel und Gesang umrahmt wurden. Dieser gelungene Abend war für viele Besucher ein Höhepunkt im kulturellen Leben der Region. (Die Sächsische Zeitung schrieb ebenfalls über diesen Abend.) 
Vom 23.-25. September besuchten wir unsere Partnerkirchgemeinde in Celle-Vorwerk. Nachdem wir auf der Hinreise in Halle (Saale) Station gemacht hatten, konnten wir mit den Eindrücken aus dieser Stadt in Celle am Abend ankommen. Der Sonnabend war einem Besuch in Hannover und dem Küchenmuseum gewidmet. Am Abend konnten im Gemeindezentrum Berichte und Erlebnisse des vergangenen Jahres in beiden Gemeinden ausgetauscht werden. Der Gottesdienst am Sonntag - er war zugleich Erntedankfest der Gemeinde - schloss das Wochenende gut ab. Nach dem gemeinsamen Mittagessen ging es dann wieder auf die Rückreise.
Vom 15.-18. Oktober waren Kinder auch aus unserer Gemeinde zu einer Kinderrüstzeit in Oberlichtenau. Mit vielen spannenden und interessanten Angeboten konnten sie wunderbare Tage erleben. 
Am 23. Oktober feierten wir einen zweisprachigen Gottesdienst im Gedenken an Jan Kilian, der vor 200 Jahren in Döhlen geboren wurde. Als Gast konnten wir Pfr. i.R. Cyril Pech aus Berlin begrüßen, der den sorbischsprachigen Teil übernahm. Musikalisch unterstütze uns der Chor Budyšin u.a. mit Liedern von Jan Klian.
Am 30. Oktober kamen nach dem Kirchweihgottesdienst viele Besucher, um bei der Kirchgemeindeversammlung einen Rückblick auf das vergangene Jahr und auch einen Ausblick auf die Vorhaben im kommenden Jahr zu erhalten. Wieder gab es neben Kaffee, Tee und Kuchen auch verschiedene Suppen zu probieren. Gut gesättigt zeigte Herr Pietsch uns den Film, den er während des Glockenprojektes aufgenommen und nun zusammengestellt hat. 
Zum Reformationstag am 31. Oktober überraschte uns Frau Kanig mit kleinen Reformationsbrötchen, die jeder Gottesdienstbesucher dann mit nach Hause nehmen konnte. Vielen Dank. 
Am 5. November fand wieder ein Sorbischer Gemeindenachmittag in Hochkirch statt. An einer langen Tafel konnte mit Superintendent Mahling eine Andacht gefeiert werden und nach Kaffee und Kuchen wurde ein Schmalfilm aus dem Jahre 1956 gezeit. 
Zum Ewigkeitssonntag am 20. November wurde ein neues Parament am Altar und eines an der Kanzel eingeweiht. Das Kanzelparament trägt nach dem Vorbild seines Vorgängers wieder die sorbische Aufschrift "Knjezowe słowo wostanje do wěčnosće" (Des Herrn Wort bleit in Ewigkeit).

Parament
Parament
Im Kirchgemeindehaus wurde ein neuer Paramentenschrank aufgestellt. Er nimmt die Altar- und Kanzeltücher, sowie an den Seiten Bücher. So könnten die Paramente für den Gemeindesaal gleich vor Ort aufbewahrt werden und entlasten den entsprechenden Schrank in der Kirche. 
Paramentenschrank
Auf dem Kirchturm wurde die Verteilung der Elektrik erneuert, so dass künftig durch das Geläut nicht mehr die Beleuchtung in der Kirche beeinträchtigt wird.
 Am 6. Dezember wurden 96 neue Stühle für das Kirchgemeindehaus geliefert. Mit fest verbundenen Sitz- und Rückenpolstern geben Sie einen neuen Sitzkomfort. Für den Kirchgemeindesaal sind sie Stühle hell und mit blau-grauer Polsterung, für den Unterrichtsraum dagegen sind je vier Stühle in den Farben rot, blau, gelb und grün gefärbt. 
Stühle
Der Uhrenschrank, der die Mechanik der Turmuhr in sich aufnimmt, wurde überarbeitet und steht seit dem 6. Dezember bereit, das ebenfalls überarbeitete Uhrwerk aufzunehmen. 
Uhrenschrank
Im Kirchgemeindehaus wird die Außentür überarbeitet, die Beschädigungen durch Wurmfraß und Feuchtigkeit werden behoben und die Tür erhält einen neuen Anstrich.
Am 11. Dezember fand das traditionelle Adventskonzert in unserer von Kerzenlicht erleuchteten Kirche statt. Die Kantoreien Purschwitz und Hochkirch brachten ebenso wie die Solisten (Trompete, Flöte und Orgel) die Botschaft des Advent den Besuchern nahe. Nach dem gelungenen Nachmittag wiesen von Kerzen erleuchtete Windlichte den Weg über den Kirchhof. Eine Woche später konnte in der Purschwitzer Kirche das Adventskonzert mit beiden Kantoreien ebenfalls gestaltet werden. So werden viele Sänger und Zuhörer diese Konzerte noch lange in Erinnerung behalten.
Adventskonzert
Adventskonzert in Purschwitz
Für anstehenden Bauarbeiten zur besseren Nutzung des Pfarr- und Kirchgemeindehauses wurde eine Studie in Auftrag gegeben, die der Kirchgemeinde am 13. Dezember vorgestellt wurde. Neben effektiveren Raumanordnungen in Kirchgemeindehaus, sollen die Toilettensituation und der behindertengerechte Zugang in Angriff genommen werden. Für das Pfarrhaus wurde eine Beschränkung auf die historische Bausubstanz vorgeschlagen, eine Verlegung der Heizungstherme und im Erdgeschoss ebenfalls eine effektivere Raumaufteilung. Welche der Vorschläge wann und wie umgesetzt werden können wird im nächsten Schritt besprochen.
Zum Heiligen Abend konnte wieder ein Krippenspiel aufgeführt werden, dass die Menschen unserer Gemeinde auf das Weihnachtsfest vorbereitete und mit in die Botschaft der Geburt Christi hinein nahm.
Krippenspiel
Spiel der JG
In der Woche vor dem Heiligen Abend wurde das Uhrwerk der Turmuhr nach der Aufarbeitung wieder eingebaut und nun mit einem elektrischen Aufzug versehen. Die alte Mechanik konnte so erhalten werden. Zum Heiligen Abend dann wurde die Uhr wieder in Betrieb genommen, so wie mit Christi Geburt für uns eine neue Zeit begonnen hat, zeigt unser Turm nun wieder die Zeit an. 
Turmuhr
Turmuhr