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1232 werden die Brüder Gebhard und Ludger von Rodewitz genannt ("Gevehardus et Luderus frater eius de Rodeswiz"), 1391 wird dann der Ort selbst Rodewicz genannt. Der Ortsname weist auf eine Anlage als Rodungssiedlung hin. Das im Ort befindliche Rittergut Rodewitz diente während der Schlacht bei Hochkirch 1758 als Stützpunkt für Friedrich II. von Preußen.
Das Rittergut Rodewitz wurde im Rahmen der Bodenreform ab 1945 enteignet und aufgeteilt. Später wurden die landwirtschaftlichen Gebäude durch eine LPG und das ehemalige Herrenhaus des Gutes für die Gemeindeverwaltung und Unterbringung eines Kindergartens genutzt. Heute befinden sich die noch vorhandenen Gebäude in Privatbesitz.
Bis 1965 war Rodewitz eine eigenständige Landgemeinde, seit 1935 mit dem Ortsteil Niethen. Dann wurde es zunächst nach Pommritz eingemeindet; 1993 kamen beide Orte zu Hochkirch.
Die 1856 errichtete Turmholländermühle ist ein Wahrzeichen von Rodewitz. Früher stand an gleicher Stelle eine Bockwindmühle aus Holz, die aber abgebrannt war.
Geschichtlich von Bedeutung ist auch das Soldatengrab südöstlich des Ortes mit der Inschrift „14. Okt. 1758“. Es erinnert an die Schlacht bei Hochkirch im Jahre 1758.
In unmittelbarer Nähe dieses Steines befindet sich auch ein schlichter Gedenkobelisk für Martha Therese Farack, die am Karfreitag 1886 dort ermordet wurde.