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2005

Jahresrückblick


Zahlen aus dem Jahr 2005

1429

Gemeindeglieder

899

Abendmahlsteilnehmer

61

Gottesdienstbesucher (ø)

69

Gottesdienste

14

Konfirmationen

7

Taufen

Schon fast traditionell konnten wir auch in diesem Jahr zur Familienrüstzeit im Februar eine gelungene Woche zum Thema "Was lange währt wird gut ... ?!" erleben. Gemeinsam mit Familien aus anderen Kirchgemeinden war die erste Winterferienwoche zwischen thematischer Arbeit, erholsamen Nachmittagen, einem gemeinsam gestalteten Gottesdienst ... u.v.a.m. wieder ein Punkt, den wir auch im kommenden Jahr wieder anstreben möchten.

Am Sonntag Jubilate wurden 14 junge Christen konfirmiert.

Der Kinderchor Ebersbach besucht auch in diesem Jahr zwischen Himmelfahrt und Exaudi unsere Gemeinde. Quartiere bei verschiedenen Familien haben auch schon persönliche Freundschaften entstehen lassen. Mit der Kinderkantate "Israel in Ägypten" begeistert der Chor in diesem Jahr die Teilnehmer der Gottesdienst am 08. Mai.

Am 4 und 5. Juni fand in unserer Kirchgemeinde nach 25 Jahren wieder ein Sorbischer Kirchentag statt.

Der Sonntag berichtete in seiner Ausgabe vom 19. Juni 2005 über diese Tage:

"Lubka liljia" (Liebste Lilie) halt es durch den Saal des Ballhauses. Eines der schönsten sorbischen Liebeslieder eint die rund 150 Gäste. ... Immer wieder stimmt Superintendent Jan Malink auf dem 59. Kirchentag neue Lieder an. Aus Berlin, Dresden, Prag [, aus Australien] und aus der ganzen Lausitz kommen die Teilnehmer. "Kommt her zu mir alle", dieses Jesuswort ist Motto des Kirchentages. "Es ist lockerer als sonst. Viel stärker auf Familien orientiert", freuen sich Jadwiga und Martin aus Bautzen über die Stimmung. … [Im vom MDR übertragenen Gottesdienst am Sonntag lauschten Gäste und Hörer auch dem Gesang des Hochkircher Kirchenchores.] Die Sänger lernten in den letzten Wochen eifrig die sorbischen Texte. Kraftvoll und flüssig gingen sie über die Lippen. "Die sorbische Sprache ist in Hochkirch stark zurückgedrängt", sagt Helga Biehle vom Kirchenvorstand. "Umso wichtiger ist uns, dass wir die slawischen Wurzeln hier nicht vergessen. Dass wir sie in die neue Zeit mitnehmen und lebendig erhalten." Höchstens noch zehn Familien, so schildert sie, sprechen in Hochkirch und Umland zu Hause sorbisch. Die Kirchgemeinde müht sich um die Sprache auf ihre Weise. Zu kirchlichen Feiertagen werden Teile des Gottesdienstes in Sorbisch gehalten. "Entweder ist es die Lesung des Evangeliums oder der Epistel", so Pfarrer Thomas Haenchen. "Manchmal fließt auch ein zweisprachiges Fürbittgebet ein." Er ist froh, dass ihn dann sorbische Gemeindeglieder wie Arnd Sobe oder Annerose Schaffrath unterstützen. Haenchen, seit 1997 Pfarrer in Hochkirch und vorher in Dresden-Cossebaude zu Hause, sieht seinen Auftrag vor allem als Ermutigung, als Eintreten für eine reiche Sprache, Geschichte und Kultur. "Jeder hat das Recht, seinen Glauben in seiner Muttersprache zu leben", unterstützt er die Sorben vor Ort. Mit einer Familienwanderung aus dem Nachbarort Wuischke nach Hochkirch, mit Biene Ritka (Schauspielerin Theresia Stübner aus Bautzen), mit der Gruppe "Wólbernosće" (Albernheiten) und anderen Ideen ist der Sorbische Evangelische Verein als Organisator bei diesem Kirchentag neue Wege gegangen. "Die Voraussetzungen dazu waren gut, weil eben in und um Hochkirch engagierte sorbische Familien leben", sagt dessen Vorsitzender Martin Wirth. "Wir hoffen, dass wir das bei den nächsten Kirchentagen weiterführen können." ... (Andreas Kirschke)

Am Abend luden Betty und Colin Huf aus Hochkirch (Tarrington) / Australien zu einem Einblick in die sorbische Besiedlung des westlichen Distrikts des Bundesstaates Viktoria durch Aussiedler auch aus unserer Kirchgemeinde ein. Über 80 Gäste lauschten dem interessanten Vortrag und knüpften auch persönlich Kontakte.

Wuischke
Im September kamen Gäste aus unserer Partnergemeinde in Celle-Vorwerk. 12 Besucher folgten der Einladung, die wir im vergangenen Jahr in der niedersächsischen Kirchgemeinde ausgesprochen haben. Gemeinsam haben wir uns den Veränderungen im Bautzener Stadtbild gestellt und selbst einige Hochkircher fanden Punkte in Bautzen, die sie bisher noch nicht kannten. Nach der Rückkher von Bautzen trafen sich viele noch in Döhlen zum gemeinsamen Kaffeetrinken, bevor es wieder nach Hochkirch ging. Hier wurde am Abend eine Kupferfelsenbirne gepflanzt - als Symbol einer gewachsenen Partnerschaft, die auch in Zukunft mit verschiedenen Prägungen gedeihen soll. Beim Begegnungsabend erfuhren wir gegenseitig von den Veränderungen in unseren Gemeinden seit dem letzten Treffen und konnten viele interessante und schöne Gespräche führen. Mit dem gemeinsam gestalteten Gottesdienst am Sonntag klang die Zeit der Begegnung mit unseren Gästen wieder aus. Im kommenden Jahr wollen wir dann nach Celle-Vorwerk kommen.
Im September verstarb plötzlich unser Mitarbeiter Herr L. Katzer, der über viele Jahre Kirchvorsteher war und ehrenamtlich an zahlreichen Punkten der Gemeindearbeit tätig gewesen ist und das Leben der Kirchgemeinde wesentlich mit geprägt hat. Als Nachfolger im Kirchenvorstand wurde Herr T. Gude berufen. 
Vom 17. - 20.10.2005 ging es für einige Kinder aus Hochkirch gemeinsam mit Kindern aus Wilthen in die Sächsische Schweiz nach Rathewalde. Mit Spielen, Wanderausflügen und allerlei Bastelei setzten wir uns mit dem 23. Psalm („Der Herr ist mein Hirte ..“) auseinander. Wir hatten dabei alle sehr viel Spaß. Höhepunkt des Aufenthaltes in Rathewalde war die Nachtwanderung, bei welcher es für jeden der Mutigen eine kleine Belohnung gab, die ihnen hoffentlich noch lange Freude macht. Mit vielen neuen Kontakten und Erinnerungen mussten wir uns dann leider wieder getrennt in unsere Heimatgemeinden aufteilen.

Das Krippenspiel am Heiligen Abend war für viele Kinder und Erwachsene unserer Gemeinde ein Höhepunkt. Mit viel Spaß, Freude und Einfühlungsvermögen haben alle Beteiligten sich intensiv auf die Aufführung vorbereitet.